Antisemitismus - Hass gegen Juden*Jüdinnen - auch im Sport ein großes Problem?
G2026-200-23896
Grundlagen antisemitismuskritischer Holocaust-Education im Sport
Häufig ist es für Trainer*innen gar nicht leicht, Antisemitismus zu erkennen oder präventiv gegen ihn zu wirken. Und wenn er dann zu Tage tritt, als Hakenkreuzschmiererei in der Kabine, als Beleidigung auf dem Spielfeld oder in Form eines verschwörungstheoretischen Kommentars unter einem Instagram-Post - was tun?
Mit den Angeboten von ZWEITZEUGEN e.V. und Zusammen1 finden Trainer*innen hierauf eine Antwort. Rund um die (Über)Lebensgeschichten von Zeitzeug*innen des Holocaust vermittelt das Angebot Wissen, Haltung und Handlungskompetenzen für den Umgang mit Antisemitismus und Diskriminierung im Sport. Im Fokus stehen dabei Präventionsmaßnahmen und Biografien jüdischer Sportler*innen. Ihre Biografien machen Geschichte greifbar(er) und helfen dabei, eine Brücke ins Heute zu schlagen. Antisemitismus wir historisch fundiert, gegenwartsbezogen und aus Sicht sportpraktischer Anwendung betrachtet: Wie sah Antisemitismus damals und heute aus, warum ist das Thema noch relevant, und was können wir ganz konkret bei uns im Verein tun? Zusätzlich erhalten die Teilnehmenden Impulse für konkrete Wege, in der Rolle als Trainer*in oder Übungsleiter*in im Verein, Antisemitismus und Diskriminierung entgegenzuwirken. Dadurch soll Haltungs- und Handlungssicherheit im Umgang mit demokratiefeindlichem Verhalten oder gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit vermittelt werden.
Das Angebot findet in Kooperation von ZWEITZEUGEN e.V. und Zusammen1, der Bildungsabteilung des jüdischen Dachsportverbands MAKKABI Deutschland, statt. Zusammen1 bietet seit 2020 bundesweit Programme zur Sensibilisierung für jüdische Lebensrealitäten im Sport und zur Bekämpfung von Antisemitismus im Breiten- sowie Leistungssport an. ZWEITZEUGEN e. V. arbeitet mit Biografien von Holocaust-Überlebenden – die Teilnehmenden werden zu Zweitzeug*innen der Zeitzeug*innen und darin bestärkt aus Geschichte zu lernen und sich aktiv gegen Antisemitismus und Diskriminierung im Heute einzusetzen.
In Form eines Online-Workshops erhalten die Teilnehmenden einen Überblick über das breite Themenspektrum von Antisemitismus im Sport, antisemitismuskritischer Holocaust-Education und welche Rolle sie als Trainer*innen darin einnehmen können.
● Kennenlernen von Biografien jüdischer Sportler*innen sowie Holocaust-Überlebenden oder deren Nachfahren, die ein Interview mit ZWEITZEUGEN geführt haben.
● Definition von Antisemitismus mit Blick auf dessen Vorfälle und Kontinuitäten.
● Blick auf Verbreitung von Antisemitismus im Sport.
● Impulse zu Handlungsmöglichkeiten in Form von Prävention und Intervention.
Die Teilnehmer*innen:
● begreifen die NS-Zeit und den Holocaust als wichtigen historischen Kontext von gegenwärtigem Antisemitismus.
● werden sensibilisiert für Antisemitismus und Diskriminierung.
● erweitern ihr Wissen mit aktuellen Statistiken zu Antisemitismus im Sport.
● entwickeln eine gestärkte antisemitismuskritische und diskriminierungssensible Haltung.
● lernen Wege und Methoden kennen, diese Haltung im Vereins- und Trainingsalltag zu implementieren.
● werden sich ihrer Verantwortung als Trainer*in im Umgang mit Antisemitismus und Diskriminierung bewusst.
Lizenzinformationen
Lizenzerwerb
Name: Übungsleiter/-in C Breitensport
Punkte: 2
Name: Übungsleiter/-in C Breitensport Themenwelt
Punkte: 2
Lizenzverlängerung
Name: Übungsleiter/-in C Kinder und Jugendliche
Punkte: 2
Name: Übungsleiter/-in C Ältere
Punkte: 2
Name: Übungsleiter/-in C sportartübergreifend
Punkte: 2
Name: Übungsleiter/-in C Breitensport
Punkte: 2
Einzeltermine / Orte (1 Termine)
Online LSB NRW
Keine Adresse hinterlegt
Beginn:
Ende:
2 Lerneinheiten
Veranstalter
47055 Duisburg
info@lsb.nrw
Gebühren / Preise
| Kursgebühr | Gebühren / Preise |
|---|---|
| kostenlos | 0,00 € |
Zahlungsziele
10 Tage vor dem Kursbeginn